17.08.2012

Die CD beginnt mit dem recht symphonischen, hymnischen Intro „Into The“, das dann nach etwas mehr als einer Minute nahtlos in den Titeltrack übergeht. Im Titeltrack werden dann auch gleich die Metalgitarren ausgepackt und mit einem treibenden Schlagzeugrhythmus unterlegt. Ein Song der das Headbangen schon mal leicht macht. Dem Titel entsprechend kommt der nächste Song „Nightmare“ etwas düster rüber, ohne aber in Growlgesang oder Doom abzudriften. Für mich klingt da auch ne Spur Black Sabbath (auch wenn der Vergleich etwas hinkt) durch. Mit einer wunderbar atmosphärischen Gitarre beginnt dann das streckenweise balladeske „Armageddon“. Auch wenn Sänger Waldemar Dering hier klarer und freier als bei den anderen Songs rüberkommt, hab ich doch das leichte Gefühl als wolle er in Richtung Metallica schielen. Das wirkt dann auf mich (sorry) manchmal etwas gequält. Mit „Black Widow“ kommt dann wieder so ein fetter Metalsong, der nach einem Gitarrenintro ein kurzes Schlagzeugsolo zeigt. Dann rotzt Waldemar den Text förmlich raus, was dem Song eine neue Note gibt. Im Refrain ist vor allem die Nutzung einer zweiten Stimme (eventuell zwei unterschiedliche von Waldemar aufgenommen) recht gut gelungen. Das folgende „Night And Day“ wirkt wie die Vertonung einer Folksweise, ist sie doch zunächst nur auf der Akustikgitarre gespielt und legt dann nach einigen Momenten an Druck und mit Metal-Elementen zu. Diesen Ansatz finde ich äußerst interessant und gelungen. Mit „Dark Age“ ist der Norddeutschen Metalband Line Of Fate ein ordentliches Debütalbum gelungen. Musikalisch und handwerklich ist die CD ordentlich geraten, kann aber nicht voll überzeugen. So ganz will die Scheibe bei mir leider nicht zünden. Kostproben der Musik gibt es auf der Bandeigenen Homepage www.lineoffate.com.

30.12.2012 CD Review Musikzirkus-Magazin: Stephan Schelle, November 2012

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